24.11.2011
Qualitätskontrolliertes Mammographie-Screening-Programm für den Kanton Bern ohne Verwaltungskreis Berner Jura; Ausgabenbewilligung mehrjähriger Verpflichtungskredit für 2012-2020
Sehr geehrte Grossrätinnen, sehr geehrte Grossräte
Sie beraten Ende der Winter-Session die Kreditfreigabe für die Einführung einer Brustkrebs-Früherkennung im Kanton Bern. Wir Brustkrebs-Betroffenen kämpfen seit Jahren für ein solches Screening im Rahmen eines qualitätskontrollierten Programms. Mit der Aktion-BH sind wir in den letzten Jahren mehrfach in Bern vor dem Rathaus für dieses wichtige Anliegen eingetreten.
Endlich liegt ein guter, ausgewogener und realistischer Vorschlag auf dem Tisch. Wir bitten Sie, dem Verpflichtungskredit zuzustimmen. Wir laden Sie ein, den deutlichen Entscheid des Rates von 2008 zu bestätigen und die rund 100 000 Bernerinnen im deutschsprachigen Kantonsteil zwischen 50 und 69 Jahren nicht länger im Abseits stehen zu lassen. Im Berner Jura haben die Frauen seit Anfang 2009 Zugang zur Früherkennung des Kantons Jura.
Dieser Entscheid ist längst fällig. Sie wissen: Noch immer sterben in unserem Kanton monatlich 15 Frauen an Brustkrebs, viele auch, weil der Krebs zu spät entdeckt worden ist. Wir sind überzeugt, dass eine qualitätsgesicherte Früherkennung die Diagnostik und Therapie von Brustkrebs positiv unterstützen kann.
Wir bitten Sie damit auch, den Rückweisungsantrag der grünliberalen Grossrätin Franziska Schöni-Affolter abzulehnen. Brustkrebs-Früherkennung und der Aufbau eines Krebsregisters gehören beide zweifellos zu einer Gesamtstrategie in der Krebsbekämpfung. Wir finden es unfair, das eine gegen das andere auszuspielen – und am Schluss mit leeren Händen da zu stehen.
Bitte denken Sie daran:
BH heisst auch BITTE HANDELN!
Mit freundlichen Grüssen
Donatella Corbat und Eva Aeschlimann